Fachgebiet Energiesysteme und Energietechnik

Das Fachgebiet Energiesysteme und Energietechnik entwickelt innovative Verfahren und Konzepte zur Energieversorgung basierend auf thermischen Umwandlungsprozessen. Die treibenden Ziele hierbei sind Klimaneutralität und Umweltverträglichkeit bei gleichzeitiger Gewährleistung von Versorgungssicherheit und vertretbarem Kostenaufwand.

Herzlich willkommen,

ich freue mich sehr, Sie an unserem Fachgebiet begrüßen zu dürfen.

Wir am EST haben uns der Vision einer nachhaltigen Energiebereitstellung verschrieben. Hieran forschen wir mit Leidenschaft und diese Leidenschaft sowie das notwendige Fachwissen möchten wir mit den Studierenden teilen.

Ich hoffe, dass Sie hier auf unserer Website die von Ihnen gesuchten Informationen finden. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne persönlich, telefonisch oder via E-Mail zur Verfügung.

Ihr Prof. Dr.-Ing. Bernd Epple

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Fernsehbeitrag zur CO₂-Abscheidung

hr, hessenschau, 10.01.2015

Die durch den Menschen verursachten CO₂-Emissionen haben einen wesentlichen Beitrag am Klimawandel. Eine Möglichkeit zur Reduktion dieser besteht in der Abscheidung des CO₂ aus Kraftwerks- und Industrieprozessen und der anschließenden langfristigen Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS). Solche Verfahren werden seit mehreren Jahren am Fachgebiet Energiesysteme und Energietechnik untersucht und optimiert. Experimentelle Betrachtungen erfolgen u.a. in der im Jahr 2010 in Betrieb genommenen 1 MWₜₕ-Pilotanlage, in welcher die verschiedenen Verfahren in umfangreichen Versuchskampagnen im semiindustriellen Maßstab getestet werden. Das im Beitrag vorgestellte Verfahren Carbonate Looping zeichnet sich durch seinen geringen spezifischen Energieaufwand zur Abscheidung sowie die Nachrüstbarkeit an bestehende Anlagen, wie etwa konventionellen Kraftwerken, aus. Neben einer reinen Reduktion der CO₂-Emissionen sind bei einer Kopplung des Verfahrens mit einer Biomasse- bzw. Abfallverbrennung auch negative CO₂-Emissionen erreichbar.

Fernsehbeitrag zur Methanolsynthese

Sat.1, 17:30 Sat.1, 06.05.2019

Neben dem Ansatz der Speicherung (CCS) besteht die Möglichkeit das in Kraftwerks- und industriellen Prozessen abgeschiedene CO₂ zu nutzen (Carbon Capture and Utilization, CCU) und somit fossile Energieträger in anderen Prozessen zu substituieren. Hierzu wird das CO₂ zunächst mit H₂ zu Methanol umgewandelt, welches ein wichtiges Basisprodukt der chemischen Industrie darstellt. In folgenden Prozessschritten werden hieraus andere Chemikalien oder Kraftstoffe synthetisiert. Besonders interessant ist ein solches Verfahren in Anbetracht der Zunahme des Anteils fluktuierender, erneuerbarer Energien an der elektrischen Leistungsbereitstellung. Bei einer hohen Einspeisung dieser kann der z.B in Müllkraftwerken (MKW) produzierte Strom, welcher nicht am Markt abgesetzt werden kann, zur Wasserstoffherstellung mittels Elektrolyse genutzt werden. Somit wird ein fortwährender Volllastbetrieb und damit einhergehend ein stetig hoher Wirkungsgrad der MKW ermöglicht. Aufgrund des hohen Anteils an Stoffen biogenen Urpsrungs in Abfällen trägt ein solches Verfahren auch unmittelbar zur Dekarbonisierung der chemischen Industrie bei.