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Cooretec - LISA II
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Cooretec - LISA II

LISA II - Limestone based Absorption of CO2

Projektpartner:

ALSTOM Carbon Capture GmbH, E.on New Build & Technology GmbH, RWE Power AG, Fisia Babcock Environment GmbH, Rheinkalk GmbH, Grosskraftwerk Mannheim AG, Linde AG

Beschreibung:

Eine der großen Herausforderungen dieser Zeit ist die Begrenzung des anthropogenen Treibhauseffektes. Dieser wird zu einem großen Teil durch die Emission von CO2 aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe erzeugt. Eine Möglichkeit einen großen Teil dieser CO2-Emissionen zu vermeiden ist die Abspaltung während des Energieumwandlungsprozesses und die anschließende Verwertung beziehungsweise Lagerung des erzeugten CO2. In den letzten Jahren wurden bereits mehrere Verfahren zur CO2-Abspaltung aus Rauchgasen untersucht.

Als sehr vielversprechend stellte sich das sogenannte Carbonate-Looping-Verfahren heraus. Hierbei handelt es sich um die Absorption von CO2 mit Hilfe von Calciumoxid (CaO), welches aus Kalkstein gewonnen werden kann. Die Abgase werden in den sogenannten Carbonator geleitet und reagieren dort bei ca. 650 °C mit dem CaO zu Calciumcarbonat (CaCO3). Das so gebundene CO2 wird in den zweiten Reaktor, dem sog. Calciner transportiert. Dort wird das CaCO3 bei einer Temperatur von ca. 900 °C gebrannt und dadurch das CO2 wieder ausgetrieben. Während das frei werdende CO2 zur Verdichtung abgezogen werden kann wird das wieder entstehende CaO zurück in den Carbonator geführt. Dieses Verfahren ist schematisch in folgender Abbildung dargestellt:

Carbonate-Looping-Verfahren

Die zur Calzinierung notwendige Energie wird durch die Zugabe von Kohle und reinem Sauerstoff (O2) bereitgestellt. Im Gegensatz zu anderen CO2-Abscheideverfahren wie der MEA-Wäsche oder dem Oxyfuel-Verfahren ist der Wirkungsgradverlust vergleichsweise gering und beträgt weniger als 3%. In einem ersten Projekt (Cooretec - LISA) wurde eine 1 MW-Pilotanlage entworfen und aufgebaut, sowie erste Versuchskampagnien durchgeführt. Im Rahmen des Nachfolgeprojektes Cooretec - LISA II wird die 1 MWth - Technikumsanlage hinsichtlich ihrer Funktionalität erweitert und das Verfahren optimiert. Es werden neue Brennstoffe eingesetzt, Langzeitversuche durchgeführt und das Verhalten bei Laständerungen untersucht um den flexiblen und gesicherten Einsatz des Carbonate-Looping-Verfahrens im kommerziellen Einsatz zuverlässig beurteilen zu können. Zeitgleich werden die vorhandenen Reaktor- und Prozessmodelle validiert, optimiert und sukzessive erweitert um mit den gewonnenen Erkenntnissen die Wirtschaftlichkeit und die Integration in eine Großanlage bewerten zu können

Last Updated on Wednesday, 02 April 2014 10:08